Aktuelles aus unserem auxilium Hospiz

An dieser Stelle finden Sie die halbjährlichen Berichte unseres Hospizes, Nachlesen zu Veranstaltungen in unserem Hause wie den "Tag der offenen Tür" oder Jubiläen sowie besondere News und Aktionen, die wir gerne mit Ihnen teilen möchten.

1. Halbjahresbericht des Fördervereins 2021

Was bewegte uns im ersten Halbjahr 2021 im auxilium hospiz? Corona, Küche und Umzüge.

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Seit März 2020 hat sich unser Leben verändert. Bis heute beherrscht die Corona Pandemie die Welt. Viele Veränderungen kamen auf uns zu. Neben der Sorge vor Ansteckung hatte das gesamte Hospizteam viel Neues zu bewältigen. Diesen Herausforderungen begegneten wir in vielfältiger Weise mit umfang-reichen Schutzmaßnahmen für unsere Hospizgäste, ihren Zugehörigen, sowie für unser gesamtes Team.

Hygienekonzepte mussten erstellt und umgesetzt werden. MitarbeiterInnen mit Kindern hatten zusätzlich zu ihrem anspruchsvollen Pflegeberuf die Kinderbetreuung zu organisieren. Eine Doppelbelastung, da Kindergarten-betreuung und Schulunterricht ausgesetzt wurden.

Ein großes Engagement aller Mitarbeiter war gefordert. Wir alle, Hospiz- und Pflegedienstleitung, das Pflegeteam, unsere ehrenamtlichen MitarbeiterInnen trugen und tragen diese Last gemeinsam. Zusammenhalt und Solidarität nahmen spürbar zu. Kleinigkeiten erhielten mehr Wertschätzung. Nicht nur in der Begleitung der uns anvertrauten Hospizgäste und ihren Familien, sondern auch untereinander.

Krisen, sind nicht immer nur negativ, es kann auch etwas Positives daraus entstehen.

Die zeitweise eingeschränkten Besuchsregelungen führten trotzdem dazu, dass ein Zusammenrücken und ein größerer Zusammenhalt in vielen Familien zu spüren war. Auch auf Distanz und Abstand war es weiterhin möglich im Kontakt zu sein. Sterbebegleitung und die persönliche Abschiednahme war jederzeit möglich, so dass niemand einsam und allein sterben musste.

Heute möchte ich Ihnen aus unserer Hospizküche berichten.

Im Laufe einer schweren Erkrankung ändert sich oft das Essverhalten. Speisen, die bei Gesundheit gern gegessen wurden, werden nicht mehr gut vertragen. Die kulinarischen Wünsche unserer Gäste werden deshalb täglich erfragt und berücksichtigt. Unser Küchenteam kocht und backt, was gewünscht wird. Manchmal sind es Kindheitserinnerungen, die gern wieder einmal geschmeckt und gegessen werden wollen. Das kann der Pudding sein, der damals liebevoll von der Großmutter gekocht wurde, aber auch ein Gericht oder der Geschmack, der an vergangene Urlaubstage erinnert. Jeder Wunsch wird möglichst zeitnah erfüllt. Wenn dann die Mahlzeit geschmacklich getroffen und gut gelungen ist, sind alle glücklich. Essen hält Leib und Seele zusammen.

Umzug zurück ins eigene Zuhause

Der Schritt in ein Hospiz zu ziehen bedeutet für viele Menschen eine große Hürde, verbunden mit der Angst dort nur noch wenig Lebenszeit vor sich zu haben. In den meisten Fällen ist es leider auch so, aber wir erleben auch immer wieder, dass sich ein Hospizgast bei uns erholt, wieder zu Kräften kommt, so dass eine Rückkehr ins eigene Zuhause möglich wird. Für uns und auch den betreffenden Hospizgast und seine Zugehörigen ist das eine wunderschöne Entwicklung. Wir staunen dann über die zurückgewonnene Lebenskraft und die damit verbundene neue Lebensfreude. Geschenkte Lebenszeit ist ein besonders kostbares Geschenk.

Unterstützend, beratend und organisierend wird dann der Auszug vorbereitet, damit die Häuslichkeit gut auf den Schwerkranken eingerichtet ist. Wenn es dann heißt sich aus dem Hospiz zu verabschieden, ist es für uns alle ein glücklicher und auch trauriger Moment. Wir freuen uns mit und nicht selten fließen Abschiedstränen, immer verbunden mit den Wünschen für eine gute kommende Zeit. Meist bleiben wir in Kontakt, freuen uns über eine persönliche Rückmeldung und nehmen auch wieder ins Hospiz auf, wenn sich der Zustand irgendwann wieder verschlimmern sollte.
Hospiz heißt also nicht immer Endstation, sondern kann auch für eine Weile ein sicherer Hafen sein, um wieder aufzutanken und die Lebensreise noch einmal ein kleines Stück fortzusetzen.

Das gibt uns Kraft, Hoffnung und Zuversicht für unsere Aufgabe in der Begleitung Schwerkranker und Sterbender.
Wir danken Ihnen allen von Herzen für die Bereitschaft unseren Förderverein zu unterstützen. Mit ihrer Hilfe können wir die letzte Lebenszeit erträglich machen, kleine Wünsche erfüllen oder das Hospiz wohnlich und gemütlich gestalten.

Mit herzlichem Gruß im Namen des gesamten Hospizteams!
Ihre Sabine Willers

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auxilium auf der „Freiwilligen-Börse“ in Hamburg-Bergedorf

Auf der Freiwilligen-Börse in Bergedorf gab es am auxilium-Stand viel Interesse an einem Ehrenamt.

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Auf der „Freiwilligen Börse“ in Hamburg-Bergedorf war das auxilium Hospiz Geesthacht am Mittwoch, den 15. September 2021 mit einem Informationsstand vertreten. Interessierte, die sich für ein Ehrenamt interessieren hatten die Möglichkeit sich über die Tätigkeit in unserem Hospiz zu informieren.

Wir freuen uns über das vielfältige Interesse an ehrenamtlicher Unterstützung.

Wer sich engagieren möchte melde sich bitte unter der Telefonnummer 04152-880880 oder per Mail: kontakt@auxilium-hospiz.de

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Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland

Für Menschen, die aufgrund einer fortschreitenden, lebensbegrenzenden Erkrankung mit Sterben und Tod konfrontiert sind, stellt die Charta mit ihren 5 Leitsätzen ein umfangreiches und zielführendes Rahmenkonzept dar, um ein Sterben in Würde für jeden Menschen in Deutschland zu ermöglichen.

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Die Charta beschreibt Notwendigkeiten, damit jeder eine bedarfsgerechte, würdevolle und nach seinen Wünschen gestaltete Begleitung während seiner letzten Lebensphase erhält.

Die Trägerschaft für die Charta bildet die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin, der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband und die Bundesärztekammer.

Warum ist die Charta so wichtig?
Hier haben Sie die Möglichkeit die Materialien zur Charta zu downloaden und zu bestellen. Zusammen mit den Trägern haben zahlreichen Expertinnen und Experten aus über 50 Organisationen und Institutionen aus Gesellschaft und Gesundheitssystem die Charta-Leitsätze erarbeitet. Dabei handelt es sich um grundlegend verschiedene Organisationen, die sich alle auf ein Ziel geeinigt haben: Die Weiterentwicklung der Hospiz- und Palliativversorgung voranzutreiben und die vorhandenen Ressourcen zu bündeln, um den Bedürfnissen der Betroffenen und ihren Angehörigen sowie Zugehörigen gerecht zu werden.

Wie können WIR die Charta unterstützen?

Unterzeichnen Sie die Charta! Durch Ihre Stimme schaffen Sie in der Politik, bei Trägern des Gesundheitswesens und in der Gesellschaft ein stärkeres Bewusstsein für die Möglichkeiten der Hospiz- und Palliativarbeit und tragen so zur Verbesserung der Versorgung von schwerstkranken und sterbenden Menschen bei. Ihre Stimme zählt!

Charta bitte hier unterzeichnen!

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